Brauerei Aldersbach
Freiherr-von-Aretin-Platz 1
94501 Aldersbach
Tel: +49 (0) 85 43 – 96 04 0
Email: info@aldersbacher.de
Aldersbach ist ein alter Klosterort im sog. „Klosterwinkel“ des Passauer Landes, wo eingebettet in die abwechslungsreiche Topographie eine Vielzahl von Klöstern diese Gegend über Jahrhunderte als Kulturlandschaft geprägt hat. Die Klostergeschichte Aldersbachs beginnt bereits um 1120, als der Bamberger Bischof Otto I. zusammen mit dem Aldersbacher Ortsadel zunächst ein Augustinerchorherrenstift errichtet. 1146 übernahmen Zisterziensermönche aus Ebrach in Franken das Kloster und schon bald erfolgte die Gründung von Tochterklöstern in Fürstenfeldbruck, Fürstenzell, Walderbach und Gotteszell.
Aldersbach entwickelte sich bis zur Barockzeit zu einem der wichtigsten und reichsten Klöster in Bayern. Sein Status als Prälatenkloster, das Sitz und Stimme im Bayerischen Landtag - der Ständevertretung des Landes - hatte, unterstreicht seine Bedeutung. Wissenschaft, Bildung und Musik zählten zu den Profilierungsfeldern des Klosters. Die Bibliothek umfasste über 30.000 Bände, von denen sich die wertvollsten heute in der Bayerischen Staatsbibliothek befinden. Zwischen 1669 und 1683 gab es in Aldersbach eine Hochschule für Theologie und Philosophie und gegen Ende des 18. Jahrhunderts war das Kloster ein Gelehrtensitz ersten Ranges. Aldersbacher Mönche arbeiteten als Professoren und Rektoren an der Universität in Ingolstadt. Die Säkularisation von 1803 bedeutete das Ende des mönchischen Lebens in Aldersbach: Das Kloster wurde aufgelöst und die Abteikirche 1806 zur Pfarrkirche erhoben.
Die ehemalige Klosterkirche Mariä Himmelfahrt ist ein Juwel des bayerischen Barock und gilt als die schönste Marienkirche Süddeutschlands. Die Brüder Egid Qirin als Stuckateur und Cosmas Damian Asam als Freskant waren mit der Innengestaltung beauftragt. Mit Johann Baptist Modler, Matthias Götz und Joseph Deutschmann wirkten weitere herausragende Kirchenkünstler ihrer Zeit in Aldersbach.
Noch heute ist die barocke Klosteranlage im Wesentlichen erhalten und bildet mit dem gestalteten Freigelände ein abgeschlossenes Areal, in dem weitere kunsthistorische Attraktionen wie die Prunksäle der Äbte, die Bibliothek und die Portenkirche (Fresken von Matthäus Günther) sowie der Kapitelsaal und der Kreuzgang die große touristische Attraktivität Aldersbachs begründen.
Nach der Säkularisation erwarb 1812 die Familie von Aretin die Klosteranlage und setzt seit nunmehr 200 Jahren die ab 1268 belegte Tradition des Bierbrauens als traditionsreiche und gleichzeitig moderne mittelständische Brauerei bis heute fort. Das Bräustüberl mit seiner außergewöhnlichen Atmosphäre genießt einen Kultstatus in der Region: Zum frischen, vielfach preisgekrönten Bier kann man sich hier seine Brotzeit selbst mitbringen und die Bühne „Das Refektorium“ bietet im barocken Speisesaal der Mönche Musik, Kabarett und weitere Veranstaltungen von ausgesuchter Qualität.
Weitere Informationen: www.aldersbacher.de
